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Darmentzündung

„CED-Patienten erfolgreich therapieren“

Von Städtisches Klinikum Lüneburg gGmbH · 2018

Schlägt die Therapie an? Entwickeln sich Komplikationen? Welche Diagnostikmethode bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) diese Fragen am besten beantworten kann, erklärt Prof. Dr. med. Torsten Kucharzik, Chefarzt der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Gastroenterologie im Klinikum Lüneburg.

Es gibt immer mehr CED-Patienten. Was bedeutet das für den Praxisalltag?

Bei etwa der Hälfte aller Patienten, die unter Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa leiden, zeigt die Krankheit einen schweren Verlauf auf. Die gute Nachricht ist, dass heutzutage viele neue, wirksame Medikamente zur Verfügung stehen. Die Herausforderung liegt darin, zu entscheiden, welcher Patient welches Therapeutikum erhält. Es ist eine viel stärker individualisierte Behandlung der Patienten nötig. Das setzt nicht nur eine entsprechende ärztliche Expertise voraus, sondern auch eine genaue Diagnostik.

Mit welchen Methoden kann am besten therapeutisch geführt werden?

Neben den klassischen Verfahren wie der Endoskopie, die viele Patienten nicht mögen, dem CT, das bekanntlich mit Strahlung verbunden ist, und dem MRT, einem recht umständlichem und teurem Verfahren, hat sich bei CED-Patienten der Darmultraschall bewährt. Mit ihm können wir Veränderungen nicht nur auf der Schleimhaut des Darms, sondern auch in der Darmwand darstellen, um das Gesamtausmaß der Entzündung auszumachen. So kann bei Auffälligkeiten die Medikation viel besser eingestellt werden.

Prof. Dr. med. Torsten Kucharzik, Chefarzt der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Gastroenterologie, Klinikum Lüneburg

Die „jüngste Generation“ ist der kontrastverstärkte Ultraschall. Was steckt dahinter?

Durch die intravenöse Gabe eines Kontrastmittels werden selbst die kleinsten Gefäße in Echtzeit sichtbar gemacht. Dabei handelt es sich um gasgefüllte Mikrobläschen, die durch die Ultraschallwellen zum Schwingen gebracht werden und durch die Gefäßstrombahn der Organe zirkulieren. Wir erhalten eine noch bessere Darstellung der Durchblutung im Darm und mit ihr des Entzündungsgrades. Zudem können mit der Krankheit oft einhergehende Komplikationen wie Abszesse im Bauchbereich, Fisteln oder Stenosen hervorragend diagnostiziert und rasch eine entsprechende Therapie eingeleitet werden. Davon profitieren Patienten enorm. Das Kontrastmittel ist sehr gut verträglich, allergische Reaktionen treten extrem selten auf. Auch schädigt es die Niere nicht und es besteht keine Strahlenbelastung.

Wann kommt der Kontrast-Ultraschall noch zum Einsatz?

Vor allem bei der Darstellung und Charakterisierung von Tumoren – primär in der Leber, was in der Regel Punktionen oder MRT-Untersuchungen erspart, aber auch bei Tumoren in der Bauchspeicheldrüse und Darm- und Magenwand.

Mit freundlicher Unterstützung von

Bracco Imaging Deutschland GmbH
Max-Stromeyer-Straße 116
78467 Konstanz 
Telefon: 07531-3631000
E-Mail: kontrastmittel@bracco.com
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Städtisches Klinikum Lüneburg gemeinnützige GmbH, Klinik für Allgemeine Innere Medizin & Gastroenterologie
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