Heil- und Vitalpilze

Gutes aus der Traditionellen Chinesischen Medizin

Von Antonia Große-Berkhoff · 2018

Detailansicht: Reishi-Pilz
Der Reishi ist ein wichtiger Basispilz bei Magen-Darm-Beschwerden.

Ob Durchfall, Gastritis, Reizdarm oder Sodbrennen: Magen-Darm-Beschwerden sind unangenehm. Der Griff zu Medikamenten liegt nahe. Eine mögliche Alternative bieten Heil- und Vitalpilze. Hericium, Reishi und Co. kommen in der Therapie sowie zur Wiederherstellung und zum Erhalt der Magen-Darm-Gesundheit zum Einsatz.

Ist gegen jede Krankheit ein Pilz gewachsen? Scheint so, wenn man einen Blick auf die fernöstliche Medizin wirft. Dort werden die Wirkstoffe verschiedener Pilze bereits seit Jahrhunderten bei der Behandlung von Beschwerden und Krankheiten eingesetzt. Die im Fachjargon als Mykotherapie bezeichnete Pilzheilkunde gehört zu den ältesten Naturheilverfahren der Welt und hat ihren Ursprung in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Sie macht sich seit jeher das Wissen um die Vielzahl natürlicher Substanzen in Pilzen, darunter Mineralstoffe, Vitamine, Spurenelemente und Polysaccharide, und deren Wirkungen zunutze. Die Bedeutung, die Pilze grundsätzlich haben können, zeigt sich auch an einem sehr bekannten Helfer gegen bakterielle Infektionen. Die Rede ist vom Penicillin, das im Jahr 1928 durch Sir Alexander Fleming aus Pilzen der Gattung Penicillium gewonnen wurde. Neben anti-bakteriell wirkenden Substanzen gibt es auch immunstimulierende, entzündungshemmende oder anti-virale. Doch welche Vitalpilze wirken sich besonders gut auf unseren Magen-Darm-Trakt aus und helfen bei Störungen und Erkrankungen? 

Einfluss auf die Darmgesundheit

Als Basispilze zur Darmsanierung, bei Störungen der Darmflora sowie generell bei Darmerkrankungen empfehlen Experten den Hericium erinaceus (Igelstachelbart) und den Pleurotus ostreatus (Austernpilz). Dem Hericium wird eine regenerierende und stärkende Wirkung auf die Darmschleimhaut zugeschrieben. Auch besitzt dieser Heilpilz nervenstärkende Eigenschaften und trägt zur Beruhigung eines überreizten Verdauungssystems bei. Das kann zum Beispiel bei stressbedingten Darmbeschwerden hilfreich sein. Der Pleurotus wiederum hat eine stärkende Wirkung auf die Darmflora, indem er die Ansiedlung der guten probiotischen Bakterien im Darm fördert. Untersuchungen am Food Research Institute in Prag konnten nach Gabe eine erhöhte Produktion von Laktobazillen, Enterokokken und Bifidobakterien nachweisen. Dies kann vor allem nach der Einnahme von Antibiotika und beim Leaky-Gut-Syndrom, dem eine geschädigte Darmschleimhaut zugrunde liegt, von Nutzen sein.

Reishi: der König der Heilpilze

Ein weiterer wichtiger Helfer bei Darmproblemen ist der Reishi, der in China „Pilz des tausendjährigen Lebens“ genannt wird. Er hat sich dank der reichlich in ihm enthaltenen Triterpene bei Beschwerden und Erkrankungen, die mit Schmerzen und Entzündungen einhergehen – etwa Sodbrennen, Gastritis und Reizmagen –, als symptomlindernd erwiesen und fördert die Heilung. Die zyklischen Kohlenwasserstoffe hemmen außerdem eine überhöhte Freisetzung von Histamin im Körper, das bei Entzündungsprozessen und Stress, bei der Einnahme zahlreicher Arzneimittel und Alkohol vermehrt ausgeschüttet wird. Reishi stärkt zudem das Immunsystem und damit die gesunde Darmfunktion. Zusätzlich zu Hericium, Pleurotus und Reishi stehen in der naturheilkundlichen Praxis weitere Heilpilze in Pulverform für die ganzheitliche komplementäre Therapie der verschiedenen Magen-Darm-Beschwerden und -Erkrankungen zur Verfügung. Qualitäts-Tipp zum Schluss: Erfahrene Mykotherapeuten raten dazu, auf in Deutschland angebaute Pilze und zertifizierte BIO-Qualität zu achten.

Wussten Sie schon, dass ...

  • es insgesamt 14 verschiedene Vitalpilze gibt, die zur Vorbeugung oder Heilung von Krankheiten und Beschwerden eingesetzt werden?

  • die Mykotherapie nicht nur bei Magen-Darm-Beschwerden, sondern auch zum Beispiel bei Allergien, Bluthochdruck, Autoimmunerkrankungen, Diabetes – oder auch komplementär zur Schulmedizin bei Krebserkrankungen – helfen kann?

  • Pilzpulver immer verkapselt sein sollte, da es lose verpackt sehr schnell – und oft unsichtbar – schimmeln kann?

  • Pilzpulver vom ganzen Pilz die beste Wahl ist, da darin alle wertgebenden Inhaltsstoffe der Vitalpilze in ihrem natürlichen Verbund enthalten sind?

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