Elektrolyte bei Durchfall

Dünnpfiff? Das hilft!

Von Tobias Lemser · 2020

Ob Norovirus oder Salmonellen: Es gibt so einige Viren und Bakterien, die den Verdauungstrakt aus dem Gleichgewicht bringen können. Infektiöse Durchfälle sind zumeist die Folge. Welche Vorgänge dabei im Darm ablaufen und wie man die Diarrhoe wieder in den Griff bekommt.

Zitronensaft, Zitronen, Salze, Zucker, Gewürze
Foto: iStock/Geo-grafika

Wer jemals außerhalb der eigenen vier Wände sich anbahnende Durchfälle hatte, weiß, wie groß das Verlangen nach einer Toilette sein kann. Umso erleichternder, wenn man es bis zum „stillen Örtchen“ doch noch in letzter Minute geschafft hat. Das Gute: Häufig verläuft infektiöser Durchfall, der nicht selten durch Bakterien oder Viren hervorgerufen wird, harmlos und verschwindet nach kurzer Zeit zumeist von ganz allein. Geflügel, Fisch, Wurst, aber auch Milchprodukte gelten als typische Brutstätten, auf denen sich Keime schnell vermehren. Aber auch Lebensmittelallergien und Stress können zu Durchfall führen. Mediziner sprechen von Diarrhoe, wenn täglich mehr als drei Stuhlgänge mit wässriger oder breiiger Konsistenz auftreten und das Stuhlvolumen erhöht ist. 

Elektrolyte bei Durchfall

Doch was passiert bei Durchfall im Körper? Fakt ist: Wird die Darmwand etwa durch Krankheitserreger gereizt, gibt sie unkontrolliert Wasser in den Darm ab – Grund, weshalb der Stuhl flüssig wird. Der Darm spült die Erreger heraus und reinigt sich quasi selbst. Da dabei auch wichtige Mineralstoffe ausgeschieden werden, ist es wichtig, den Elektrolythaushalt schnell wieder aufzufüllen. Experten raten, Süßes und Salziges zu verzehren und gleichzeitig viel zu trinken

Fett- und ballaststoffhaltige Nahrungsmittel sollten eher gemieden werden. Stattdessen ist leichte Schonkost in Form von Kartoffeln, Zwieback oder Reisschleim angesagt. Dieser festigt den Stuhl und beruhigt die gereizte Darmschleimhaut. Bewährte Hausmittel sind zudem pektinhaltige Lebensmittel. Pektine, die in geriebenen Äpfeln und Bananen enthalten sind, quellen auf und binden Flüssigkeit.

Hilfe aus der Apotheke

Wem der Heilungsprozess etwa aus Berufsgründen zu lange dauert, der kann auch direkt zu einem Durchfallmittel aus der Apotheke greifen. Diese werden heute als Kapseln, Film-, Schmelz- und Brausetabletten angeboten. Sie reduzieren die Darmaktivität und festigen den Stuhl. Um wieder Kraft zu tanken, sind ebenso elektrolythaltige Pulverpräparate wichtig. Hält der Durchfall jedoch länger als drei Tage an und tritt Fieber auf, sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen. Andernfalls besteht Dehydrierungsgefahr, die in der Regel nur durch Infusionen ausgeglichen werden kann.

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